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„Typisch Walgau“

ERÖFFNUNG 4. September, 20 Uhr
AUSSTELLUNG 7.-28.September 2014

Vergangenen Donnerstag eröffnete Birgit Werle, Geschäftsführerin der Regio Im Walgau, in der Artenne die Ausstellung mit dem Titel „Typisch Walgau“. Dabei stellte sie interessante Vergleiche zu anderen Regionen und Städten her und zitierte Aussagen, die sie über die Eingabe „typisch für ...“ unter Google gefunden hatte. Was ist aber typisch für den Walgau? Die Ausstellung gibt Einblicke dazu.

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„Zugewanderte“ aus nah und fern wurden eingeladen, ihr Objekt mit einer persönlichen Geschichte beizusteuern. Entstanden ist ein ideenreicher Mix aus historischen Objekten, persönlichen Gegenständen bis hin zu kreativen und witzigen Statements zu dem, was denn typisch Walgau sei. So rechnet beispielsweise Sabine Wöllgens, Schauspielerin und Theaterregisseurin aus Deutschland, mit einem Stapel von Werbematerial vor, wie viele Laufmeter Bücher das wären, die sie nicht zu lesen braucht. Oder Ljubisa Markovic, die Eltern stammen aus Serbien, verbindet Heimat mit dem Riebel, den ihm sein Ziehvater in Nenzing jeden Morgen zubereitet hat. Eine schöne Verknüpfung von alter und neuer Heimat schafft Saskia Vallazza mit ihrer „Popa“. Sie zeigt eine kleine, feingliedrige und von Hand geschnitzte Holzpuppe aus dem Grödnertal, wo sie aufgewachsen ist. Dort wie hier wird der Begriff „Popa“ für Puppe und kleines Kind verwendet. Geprägt wird der Walgau aber auch durch die hier angesiedelten Industriebetriebe, wie etwa Liebherr. Ob von der Autobahn oder von Berggipfeln betrachtet, kann man weithin die riesigen Kranausleger der Schiffskräne sehen. Im historischen Rückblick sind ehemalige Textilbetriebe im Walgau von großer Bedeutung. Ein Beispiel wird in der Ausstellung mit einer kleinen Installation von Heidi Comploj aus Nüziders aufgezeigt, die von Schruns zugezogen ist. Sie erinnert mit einem Farbmusterbuch, einem originalen Wollstoff und Fotos an die 2001 stillgelegte Fabrik „Christian Lorünser´s Erben“ in Nüziders, wo sie sich 2003 ihr Atelier in einem LOFT eingerichtet hat. Weitere Themen in der Ausstellung sind: Schindeln von Franziska Stiegholzer, Künstlerin aus Wien stammend; der RFI Pass, den Kristin Markovic aus Deutschland, heute in Beschling beheimatet, vermisst; die Bergwelt vertreten mit einer Rundschau von der Scesaplana aus dem 19. Jahrhundert des Alpenvereins, beigesteuert von Josef Schmidt und von Hildegard Schlatter der Bezug zum alten Bauernhaus sowie die Landwirtschaftsgeschichte von Nenzing, geschildert im gleichnamigen Buch von Altbürgermeister Otto Marte.

„Typisch Walgau“ ist Teil der Reihe “Walgau sammeln“, das aus dem Regionalentwicklungsprozess „Regio Im Walgau“ hervorgegangen ist. Manfred Walser war und ist daran federführend beteiligt und hat mit seinem Objekt dem „Sparkässle der Mönche vom Martinsberg (Benediktinerkloster Weingarten)“ den Bogen in die Gegenwart gespannt. Dieses Objekt erinnert an die Weingartner Herrschaft in Blumenegg samt Großwalsertal, die vom 16. Jahrhundert bis 1802 dauerte. Für Walser auch ein Symbol für die neue Zusammenarbeit der Walgauer Gemeinden. Jeder gibt sein Scherflein in den gemeinsamen Topf und am Ende ist genug Geld für größere Anschaffungen zusammengekommen – siehe Walgaubad.

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